TV, TV, TV

TV, TV, TV – Friday, December 26, 2008

werte leser! heute soll es einmal ausschliesslich um mein lieblingsthema gehen, das privatfernsehprogramm nämlich. nächstes mal gibt es dann eine einführung in fernsehwerbung, die nach dem bisherigen erkenntnisstand nicht minder interessant ausfallen dürfte :)

so dann. zu es bobbele haben wir ja alle eine meinung. der typ hat ja auch nerven, seine ex-schnalle lily drei minuten nach seiner entlobung von der sändy so zu präsentieren, dass selbst die es mitkriegen musste. während boris sich also amüsiert, tröstet sich die zutiefst enttäuschte sandy in dubai mit delfinknutschen. und stellt dabei fest, dass die – o-ton – “etwas nach fisch geschmeckt haben”. interessant! im privatfernsehen lernt man eben für’s leben.

oh, und erinnert ihr euch noch, wie ich entsetzt feststellen musste, dass staatsanwalt posch in der fiesen realität “nur” rechtsanwalt ist? ratet mal, wer noch durch das fernsehen befördert wurde… alexander hold! mein ehrenwerter herr richter hold ist nur staatsanwalt! ich fühle mich betrogen von dem medium, dem ich meine zeit, mein hirn und mein vertrauen schenkte.

jenes medium, das mir gelegentlich auch noch große freude bereitet. ihr kennt sie alle, die dämlichen auswanderer. ihr habt euch alle aufgeregt über jene, deren methode, ein auswanderungsziel zu finden, scheinbar nur einen gedrehten globus, geschlossene augen und einen finger beinhaltet. die, die ohne jegliche kenntnis über ihre destination kind und kegel verschiffen und mit kaum geld in der tasche in der neuen heimat landen. nun denn! wer auswandert, ohne je an dem neuen heimatort gewesen zu sein (!), wer weder die landessprache (!!) noch englisch (!!!) spricht, wer nichts von der lokalen kultur weiss (!!!! -und so weiter), wer keine ahnung von der politischen und wirtschaftlichen lage hat, nicht weiss, ob es jobs für ihn gibt, schulen für seine kinder… der hat es nicht besser verdient! ich als privatfernsehsender würde da auch den jackpot wittern! und so kam es, dass ich eines tages in eine der zahlreichen auswandererbegleitreportagen hineinzappte und sich mir folgendes szenario bot: typ mit familie, alle hartz iv. wollen bäckerei in äthiopien eröffnen, waren aber noch nie dort. kommen an, stellen fest, herrje, das ist ja dritte welt! dreck! armut! wer soll unser teures, deutsches brot kaufen? herrje, unser geschäftspartner (aus dem internet) hat keinen bock mehr auf uns! herrje, das lokal ist eine stillgelegte baustelle! und dann geht der familienvater original zu seinem ex-geschäftspartner in spe und sagt: “sometimes i think i buy me a strick and hang me up!” -ich lasse das zitat aufgrund von dessen großartigkeit in seiner ganzen prosa unkommentiert. der typ war bestimmt auch kein bäcker.

ich schliesse an dieser stelle mit einem zitat von alan corenk: “television is more interesting than people. if it were not, we would have people standing in the corners of our rooms.”

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