Zackbummostsee

3o Sekunden vorm Wahnsinn bin ich abgehauen. An die Ostsee.

Aufbruch, Mädchenpause irgendwo im Nirgendwo, bevor mir bei Greifswald der Sprit beinahe ausging. Eins weiss ich jetzt, der letzte Strich ist tatsächlich der letzte Strich und auf der Strecke gibt es keine Tankstelle, wenn man eine braucht. Phew!

Weiter Richtung Wasser. Ohne Karte, ohne Navi. Den Wahnsinn im Nacken habe ich das Tempolimit des neuen Autos kennengelernt. Ich landete schliesslich in Altefähr, einem beschaulichen Örtchen direkt hinter der Rügenbrücke. Dort steht eine Dorfkirche aus der Spätgotik – zumindest ein paar Teile davon sind so alt. Kinder, lasset euch belehren: Der Turm wurde im 17. Jahrhundert aufgestockt und mit einem sogenannten Spitzhelm versehen. Wer genau hinschaut, sieht eine Kirchturmuhr. Was verborgen bleibt: Eine zweite ist direkt daneben über das Eck gebaut.

Warum ich euch das erzähle? Kontext! Am schwarzen Brett der Dorfkirche fand ich nämlich ein Meisterwerk weirder Lyrik:

Wikipedia sagt, dass Josef Dirnbeck vor allem kritische und humorvolle Bücher und Theaterstücke verfasst. Ich finde, er verfasst auch humorvolle Gedichte.

Nachdem es zum Umkehren aber zu spät war und falsch oft von der jeweiligen Wirklichkeit abhängt, zog ich weiter gen Strand. Der Strand von Altefähr ist übrigens der einzig nennenswerte der Südküste. Ausserdem hat man von dort einen wunderbaren Blick über den Strelasund auf die Silhouette Stralsunds. Hier mal ohne Ausblick. Fand ich romantischer, so lonesome Cowboy für Ostsee-Touristen.

In der Zwischenzeit in Brandenburg:

Ohne Worte!

Comments
4 Responses to “Zackbummostsee”
  1. Katharina says:

    Ach Lotte…das mit dem “Kehr um” Gedicht macht ja richtig Gänsehaut…hört sich nach einem schönen(und wohl auch notwendigen) Tag an*seufz*;)

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  2. Daniela says:

    Lotte, ich habe deinen Blog gefunden, bin ich gut oder was?
    Burn Out, einfach nur mal weg und so. Passt ja alles hervorragend zu meiner Situation. Leider. Ursprünglich sollte es ja anders sein. So allerdings werd ich das Gefühl nicht los, dass das Gedicht verdammt wahr ist und Berlin ohne mich zu einer alles verschlingenden Krake mutiert.
    Vielleicht finde ich im Hafen Kopenhagens einen Megalodon, dem hau ich dann uffn Kopp und schüttel den Zeigefinger vor seinen schwarzen Augen bis er gefügig wird, dann reite ich auf ihm durch die Ostsee und mach nen Hechter in die Havel bis es der Berlinkrake an den Kragen geht.

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    • lotterrr says:

      supergut! juchee! lass mir aber bloss meine doomsday-krake zufrieden :)
      ich wuensche dir noch einen tollen trip und alle ruhe und allen spaß – je nach laune. berichte mal!

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      • Daniela says:

        Guggsch du auf Myspace, findsch Bericht! Habe dort schon einigen Blödsinn zu meiner Reise verfasst und dutzende Bilder hochgeladen. Alles in allem sehr romantisch-morbide, der Trip bisher!
        Pass gut auf dein Bein auf und schau dir Cronenbergs “Crash” zum Thema Superlative Gipsophilie an…

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