In teh Iran, Teil 3: Isfahan

Nach der gepflegten Anreise und ersten Akklimatisationsversuchen in Teheran geht unsere Reise nun endlich richtig los. Isfahan, wir kommen!

Am Nordteheraner Busbahnhof laufen wir in unserer fortwährenden Desorientierung zufällig in einen dicklichen Herrn im Borussia Dortmund-Windbreaker hinein. Er weiß abgefahrenerweise nicht nur direkt Bescheid, welcher unser Bus ist, sondern wird sich kurz darauf als unser Fahrer herausstellen. Na, das war ja einfach!

Für die rund fünfstündige Busfahrt erhalten wir feste Sitzplätze (ich darf im vorderen Teil des Busses sitzen, obwohl ich ne Frau bin. Wooohooo!) und ein Lunchpaket. Alles inklusive im sagenhaften Reisepreis von acht Dollar. Die Sitzreihen im Bus liegen so weit auseinander, dass ich selbst beim vollständigen Ausstrecken meiner (zugegebenermaßen nicht sehr langen) Beine den Vordersitz nicht berühre. Läuft. Endlich rumpeln wir los. Es wird noch ein paar Stunden dauern, bis ich nicht mehr das Gefühl habe, Benzin zu atmen. Während der Fahrt halten wir an einem Multifunktionsrastplatz mit Pop Cron-Bude (sic) und Souvenirladen. Hier, Fotos:

Schon unterwegs und nix zum Mitbringen? Easy: Im Souvenirshop an der Raststätte in der Wüste kauft man angeschossene Plastelämmer. Erinnert mich fast ein wenig an Wizos "Fert" mit Ölablassschraube.

Schon unterwegs und nix zum Mitbringen? Easy: Mitten in der Wüste gibt es eine Raststätte mit Souvenirshop, falls man noch schnell ein angeschossenes Plastelämmchen braucht. Erinnert mich fast ein wenig an Wizos “Fert” mit Ölablassschraube.

Finde den Fehler! (Pop What?)

Finde den Fehler! (Pop What?)

Später überholen wir einen Transporter, auf dessen Beifahrersitz ein offenes Feuer brennt. Heizen beim Heizen, oder so.

Dann erreichen wir Isfahan. Diesmal ist es ein freundliches persisches Mädchen, das uns als die planlosen Touris, die wir sind, enttarnt und uns ihre Hilfe anbietet. Wir mögen bitte hier am Bus warten, sie sei gleich wieder da. Und tatsächlich, sie kommt wieder. Sie erklärt uns, dass sie die Taxifahrer nach dem Preis für die Fahrt zum Hotel gefragt hat: “Wenn die euch sehen, ist es gleich wesentlich teurer. Zahlt auf keinen Fall mehr als 8.000 Toman!” Das sagt sie auch dem Taxifahrer in einem sehr deutlichen Ton nochmal. Der freundliche Taxifahrer hat schon einen Plastiktank voll mit Sprit im Kofferraum, so dass unsere Koffer für westliche Standards bedrohlich weit aus dem Kofferraum herauslugen. Während der Fahrt müssten sie locker drei Mal herausgeschleudert worden sein, doch als wir ankommen, stellen wir überrascht fest: alles noch da. Nicht schlecht.

Kleine Randnotiz: Wenn es euch nach Isfahan verschlägt, gönnt euch und schlaft im Hotel Abbasi. Hier hat schon die englische Queen genächtigt, und ich finde: zu Recht. Kann man machen.

Ausgeschlafen und mit tonnenweise Frühstück im Bauch ziehen wir los. Wir haben inzwischen die anderen Gruppen wiedergefunden und trotten gemeinsam Richtung Meydan-e Imam, dem beliebten Platz in Isfahans Stadtmitte. Kommste nicht dran vorbei!

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Random Stadtaufnahme

Noch während wir schnurstracks eine Touristenfalle ansteuern, werden wir von einem freundlichen Perser abgefangen. Er kenne ein viel besseres Teehaus, und überhaupt, er war schonmal in Deutschland und ein Foto seines Opas sei ja in jedem Iran-Reiseführer und er zeige uns jetzt nur schnell das Teehaus und dann “auf Wiedersehen” und übrigens gebe es nicht weit von hier in einem Shop ein Foto von Gerhard Schröder und – woah, Pause! Instant Ohrbluten! Behruz, so heißt unser neuer Freund, betont immer wieder, er sei kein Guide (politisch korrekt für: Führer), sondern Restaurateur. Was Seriöses! Er wolle uns einfach nur etwas Gutes tun und uns ein richtiges Teehaus zeigen anstelle dieser Abzockbuden. Wir sehen doch aus wie arme Studenten, das ist ja auch in unserem Sinne. Auf meine Frage, ob ich da als Frau reindürfe, antwortet er lachend: “This is not Afghanistan!” Ja supi! Gekauft. Und note to self: Afghanistan in der Reiseziele-Prioritätenliste downvoten. Wir folgen unserem neuen Freund im Zickzack durch die Höhlen des Isfahaner Bazars, der mit “Qeisariyeh” einen ziemlich umständlichen Namen hat. Während Behruz uns durch die verzweigten Gänge führt, debattieren wir rege, ob er ein Schlepper ist (und befinden, dass Jens, der wacker vorangeht, als erstes verloren gehen wird). Klassisch deutsch trauen wir niemandem, schämen uns aber immerhin beizeiten dafür. In einem verlassenen Seitenflügel des Bazars betreten wir einen kleinen, unscheinbaren Laden und krabbeln direkt hinter der Tür eine ziemlich steile Treppe in den ersten Stock hinauf, wo Behruz erstmal ne Lokalrunde Tee bestellt. Während wir so im Teehaus sitzen und quatschen, vergleicht er sich immer wieder mit Javier Bardem. Hat er wohl auch gegenüber seiner Frau nicht nur einmal gemacht, und die hat darauf angeblich lässig erwiedert: Javier ist berühmt, aber nicht handsome. Owned, Behruz! Um das flott vergessen zu machen, erzählt er uns im gleichen Atemzug stolz, dass er mit seinen 49 Jahren eine 29-jährige Frau zuhause habe, die ihm bereits drei Kinder geworfen hat. Ja schön.

Bazar by night.

Bazar

Als er meinen Reiseführer entdeckt, erstrahlt sein Gesicht. Darauf hat er gewartet! Er greift beherzt danach und sucht das Foto seines (vermeintlichen) Opas heraus. Da, bitte:

Der vermeintliche Opa unseres neuen Freundes Behruz.

Der vermeintliche Opa unseres neuen Freundes Behruz. Ein echter Unesco-Award-Winner, erzählt man sich.

Später führt er uns zu jenem Laden, in dem unser Gerd schon in die bunte Welt des Tuchdrucks eingeführt wurde.

Neben dem Schrödergerd ist der falsche Javier Bardém auch dicke mit Basels Bürgermeister.

Neben dem Schrödergerd (links im Bild) ist der falsche Javier Bardem eigenen Angaben zufolge auch dicke mit Basels Bürgermeister.

Der famose Hof aus meinem Reiseführer. Ist wohl sehr authentisch oder so.

Der famose Hof aus meinem Reiseführer. Ist wohl sehr authentisch oder so.

Während der gesamten Tour fragt Behruz immer wieder: “Am I good free guide?” Und immer wieder schauen wir uns fragend an. Ist er doch Schlepper? Will er Geld? Für Fragen ist keine Zeit, denn Behruz erzählt schon weiter. Diesmal erhalten wir einen Einführungskurs in die persische Tuchdrucktradition. In Opas Shop werden nämlich in hochakribischer Handarbeit Tücher aller Größen mit traditionellen Mustern und Figuren bedruckt. Dazu werden eigens angefertigte Stempel und natürliche Farben benutzt. Schwarz rührt man Behruz zufolge aus Walnussschalen an, Rost ist eine Mischung aus Safran und irgendetwas anderem und Gelb machen sie aus Granatäpfeln. Wenn das für euch auch keinen Sinn ergibt: Sorry, so hat er es gesagt. Unüberprüfte Quelle, die Erste, däng! Wir durchschauen seine verkaufsfördernden Maßnahmen und beschließen, diese zu belohnen. Ich kaufe ein Tuch für Muttern und reize dabei ganz europäisch den Verhandlungsspielraum maximal aus. Ahmed, der für die Finanzen zuständige Mann im Shop, grummelt beim Verpacken meiner Ware. Ha! Mutti, ich hab nen Schnapp gemacht! Die Boys beschließen, sich in der Werkstatt ein Stockwerk höher Hemden bedrucken zu lassen. In einer Charmeoffensive reichen die Drucker uns die Testdrucke der Stempel auf Papierbögen. Wir sind entzückt.

Im Hinterzimmer kann man sich die Stempel zum Drucken noch selbst aussuchen. Hier so: Werkbank.

Im Hinterzimmer kann man sich die Stempel zum Drucken noch selbst aussuchen. Hier so: Werkbank. Mit dem flachen Ding da links benutzt der Künstler sein Facebook.

Da so: Stempel.

Da so: Stempel.

...und Action.

…und Action.

Nach einem höchst unterhaltsamen Vormittag wird Behruz abgelöst von Javad, einem Couchsurfer, den Martin im Vorfeld kontaktiert hatte und der uns seine Hood zeigen wollte. Javad führt uns aus den Irrungen und Wirrungen des Bazars wieder heraus zum Platz. Zunächst besichtigen wir die Moschee Masdjed-e Shah, die inzwischen revolutionsbedingt Masdjed-e Imam heißt.

Moschee von draußen

Moschee von draußen

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Wir so draußen, ohne untenrum.

In der Moschee machen wir Bekanntschaft mit Meysam, einem schiitischen Prediger. Zum Thema Religion kann ich selten etwas beisteuern, ohne alle vor den Kopf zu stoßen. Daher füge mich in meine Rolle als Frau und halte die Klappe. Das kommt gut, denn Meysam führt uns herum. Unter anderem zeigt er uns die Tonstücke, die gute Schiiten beim Beten mit der Stirn am Boden berühren. Als Schiit muss man mit dem Kopf etwas aus der Erde berühren, den Sunniten dagegen ist das egal, die nehmen auch Plaste, sagt Meysam. Er erklärt uns außerdem, warum der schiitische Islam der einzig Wahre ist, warum sie Omar hassen und was da überhaupt so an der keramikverzierten Moscheewand steht. Dann zeigt er uns den Mittelpunkt unter der großen Kuppel, wo er Allah anruft, um uns die Akustik und den Wahnsinns-Hall des Baus zu demonstrieren. Schließlich lädt er uns noch in sein Büro ein, wo er uns mit Bonbons füttert und uns Bücher über den Islam schenkt. In mein Exemplar schreibt er außer seinem Namen noch seine E-Mail-Adresse, die neben seinem Vornamen auch die 110 enthält. Waren 1-109 schon vergeben? Ich verkneife mir den Kommentar und ebenso, ihm zu erzählen, dass das im Schland eine top Telefonnummer ist. Er erklärt mir das Mysterium dankenswerterweise unaufgefordert: 110 ist eine heilige Zahl und steht für Ali, den Vetter des Propheten. Die Ableitung ergibt sich ähnlich wie die bei uns allseits berüchtigte 88 oder die allseits beliebte 1312, aber ich habe leider vergessen, wie er von Ali auf 110 kam. Sorry.

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Moschee von drinnen. Nur echt mit Bauzaun und Sprungturm!

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Läufer für Schläfer?

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Moschee von innen. Der Hall kann was.

Man kann von Religion halten, was man will: Das war eine hochcharmante und wirklich rührende Führung, und wir haben uns alle aufrichtig willkommen gefühlt. Mein persönlicher Höhepunkt war jener Moment der Christentum-vs.-Islam-Diskussion, an dem Jens die großen, beschwichtigenden Worte sprach: “Ach, ob Christ oder Muslim, im Endeffekt sind wir doch alle Menschen.” He, Jens! Geherzt!

Zum Abschied gibt Meysam allen Boys die Hand, um sie hastig vor mir zurückzuziehen. Iiieh, Frau! (Stimmt, da war doch was!) Bevor er uns verlässt, lässt er uns noch illegalerweise durch das Tor zum hinteren Teil der Moschee durch. Nice. Ich glaube, wir haben hier alles mitgenommen. Außer so ein Stückchen Bet-Ton, aber das kann man am End eh weder essen noch damit eine Straße bauen (so viel Blasphemie muss sein, Freunde!).

Bet-Ton

Bet-Ton

Meysam macht den Napoleon

Verkehrte Welt: Meysam macht den Napoleon, Mutti hält ein Buch mit Koranversen.

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Jugendreminiszenz: Meine Mutter wusste immer anhand der Schuhe, wer zu Besuch war.

Meysam verschwindet schnell hinter jener Mauer, hinter die er uns illeglerweise ließ.

Meysam verschwindet schnell hinter jener Mauer, hinter die er uns illegalerweise ließ.

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Aus der Moschee kommend war dieser dezente Phallus das erste, das ich sah. Vielleicht gibt es doch einen Gott!

Anschließend führt uns Javad in den Palast Ali Qapu auf der Westseite des Meydan-e Imam. Von der offenen Vorhalle im 1. Stock hat der Schah einst Polospiele auf dem Platz aus erster Reihe verfolgt. Heute überblickt man ein beschauliches Fontänenspiel. Nicht gerade Bellagio, aber hübsch! Hier, Fotos:

Palast

Der einstige Schah-Palast von der Draußenwelt aus gesehen. Die Fontäne macht gerade Pause (Vorführeffekt).

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Gefahr droht ja überall. Aktuell auf der Vorhalle des Palastes. Ob die Säulen… ?

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Gegen die Decke im Schlafsaal ganz oben kann so schnöder Berliner Altbau-Stuck nicht viel. In den Löchern schlafen übrigens Fledermäuse (OK, das habe ich mir ausgedacht. Wäre aber nice!).

Diese Begebenheit hat sich selbstverständlich zugetragen, bevor ich das königliche Schlafgemach besichtigte. Man denkt eben manchmal einfach nur in den Dimensionen, die man schon kennt.

Diese Begebenheit hat sich selbstverständlich zugetragen, bevor ich das königliche Schlafgemach besichtigte. Man denkt eben manchmal einfach nur in den Dimensionen, die man schon kennt.

Während ich mich so beim Gang durch den Palast in historische Wandmalerei-Welten verliere, höre ich auf einmal hinter mir in einem ungewohnten Akzent: LODDAR KOMMA BEI! Ich drehe mich um und blicke in das Gesicht eines stolzen Javad, hinter ihm eine Gruppe gackernder Boys. Sie haben Javad etwas beigebracht, fein. Sowohl die Boys als auch Javad sind sehr happy mit ihrer geistreichen Tat, und so heiße ich ab sofort eben Loddar.

Aussicht über Moschee und Stadt von der Palastterrasse

Aussicht über Isfahan von der Palastterrasse.

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Moscheeblick auch aus den kleinen Fenstern Ali Qapus.

En passant erzählt mir Javad, dass sie im Iran wegen der Religion heiraten. Ich verschweige ihm, dass es im Schland das höchste der Romantik ist, aus Gründen der Steuerersparnis zu heiraten.

Später treffen wir Samaneh, ebenfalls eine von Martin organisierte Couchsurferin. Martin, der Fuchs, hatte sicherheitshalber mehrere Isfahaner angeschrieben, um sicherzugehen, dass da auch ein Date zustande kommt. Wir wollen mit dem Bus zur Brücke Si-o-se-pol am trockenen Flussbett. Samaneh bedeutet mir, ihr zu folgen und so steigen wir in den hinteren Teil des Busses ein – Frauenzone, klar! Zum ersten Mal habe ich tatsächlich das Gefühl, anders zu sein, und irgendwie auch weniger wert. Komisch. Das System hat jedoch einen Fehler: Wie im Krieg sterben auch hier die Männer an der Front, wenn der Bus irgendwo reindonnert.

Samaneh erzählt mir während der Fahrt, dass der Fluss aus politischen Gründen trockengelegt sei. Es bedeute so etwas wie ein gutes Beispiel, dass man Wasser sparen solle. Ich denke an die Fontänen auf dem Meydan-e Imam und bin verwirrt. Eine Erklärung für diesen Widerspruch hat auch Samaneh nicht. Wikipedia hingegen weiß mehr: “Im Stadtgebiet von Isfahan, wo der Fluss von beidseitigen Parkanlagen begleitet wird, wurde er gestaut, sodass er sich auf die mehrfache Breite ausdehnte. Seit Ende der 2000er Jahre ist der Fluss aufgrund von Übernutzung des Grund- und Oberflächenwassers und sinkender Niederschlagsmengen einen Großteil des Jahres ausgetrocknet.” Die politische Kommunikation scheint im Iran noch nicht ganz rund zu laufen.

Das Wasser ist mal kurz Fontänen machen auf dem Meydan-e Imam.

Das Wasser ist mal kurz Fontänen machen auf dem Meydan-e Imam.

An der Brücke angekommen lernen wir, dass man sich durch die Löcher an den Enden der Bögen unterhalten kann, immer von Bogenanfang zu Bogenende. Während wir noch stille Post spielen, kauft Samaneh einem kleinen Jungen Lavashak ab, mit denen sie uns füttert. Lavashak ist eine geleeähnliche, leicht zähe “Süßigkeit” aus pürierten, gekochten und anschließend getrockneten Früchten, die enorm sauer schmeckt. Zu meiner Überraschung schmeckt es weder gut noch schlecht, sondern einfach schräg (Berlin: Ich habe noch welche aus meinem Importschatz, für die, die probieren wollen).

So sieht das aus, wenn man dem Brückenbogen was flüstert.

So sieht das aus, wenn man dem Brückenbogen was flüstert.

Am Abend gehen wir traditionell essen. In beidseitiger Ermangelung gemeinsamer Sprachkenntnisse bleibt mir leider nur, die Fleischbeilage aus meinen gefüllten Auberginen herauszupulen. Ich habe trotzdem irgendwie Glück gehabt, dass ich kein Walross auf dem Teller hatte:

What the Walrus?

What the Walrus?

Nach dem Essen verlaufen wir uns zur Abwechslung mal wieder und sehen dabei erneut so opfrig aus, dass ein freundliches Perserpärchen mit dem Auto anhält und uns zur Brücke Si-o-se-pol fährt, die wir nochmal im Dunkeln sehen möchten. Dort angekommen werden wir von einem alten Herrn angesprochen, der uns Euros für seinen Münzen sammelnden Enkel abschwatzen will. Er erzählt, wie er vor 60 Jahren als 8-jähriger Knirps mit dem Zug von Isfahan über die Türkei, die Slovakei und Österreich sieben Tage lang nach Deutschland reiste und dann in der Weltstadt Ibbenbühren abhing. Kann man ja mal machen.

Im Dunkeln ist hier (unter Boys) gut munkeln, erzählt man(n) sich.

Im Dunkeln ist hier (unter Boys) gut munkeln, erzählt man(n) sich.

Aber nichts bleibt unbeobachtet. (Foto: Dennis)

Aber ob man hier wirklich unbeobachtet ist? (Foto: Dennis)

Am nächsten Tag müssen wir schon mittags wieder zurück nach Teheran fahren. Not so fast! Ich habe mir in den Kopf gesetzt, vorher noch den Isfahaner Friedhof zu besichtigen – keine Reise ohne Friedhofsbesichtigung, ist klar. Ich bin längst außerhalb des abgebildeten Bereichs meiner Straßenkarte, als ich mich, wie sollte es anders sein, verlaufe. Bäm! Leider divergieren die Wegbeschreibungen der Bevölkerung enorm und ich muss aufgeben. Wie Mickey Maus auf Speed hetze ich zurück gen Innenstadt und beschließe, den Friedhofs-Fail mit einer flotten Besichtigung der beiden anderen Brücken über dem trockenen Flussbett zu kompensieren, bevor ich zum Hotel zurückeile. Dabei verstehe ich, wie Gehen olympische Disziplin werden konnte. Das ist ja Sport! Noch dazu werde ich von allen Seiten misstrauisch beäugt. Bestimmt gibt es ein Gesetz, dass Frauen nicht schneller als 9 km/h laufen dürfen (obwohl ich mich in dem Tempo wahrlich nicht sexy finde, aber man steckt ja einfach nicht in den Köpfen der anderen).

Mehr Brücken:

Brücke 2

Pol-e Choubi

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Pol-e Khadjou

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Die Flaggen am Ende der Brücke sagen: Da ist ein Heiliger gestorben. Irgendwann heute vor vielen Jahren. Ich habe auch vergessen, welcher. Ist ja nicht mein Kult, ne.

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Outsider, Alter!

Dann dümpeln wir zurück in die Hauptstadt. Was wir dort erleben, steht hier. Mit Geschichten von Tod, Verletzung und, so viel Heiterkeit muss sein, zuckersüßen persischen Boys.

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Schüss, Isfahan. Es war ganz, ganz wunderbar.

Bonusmaterial: Naturkundemuseum und die hohe Kunst der Schilderfotografie, die xte.

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Ferner liefen.

nicknames

Unpleasant nicknames, eh? Wer hat noch nicht, wer will noch mal?

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